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Chronik

 

Gründung:

Es waren die Jahre nach dem 1. Weltkrieg, nachdem von 1919 bis 1925 junge Männer aus den beiden Orten Unter- und Oberessendorf gemeinsam unter dem Namen “Musikverein Essendorf” musizierten.

Der Wunsch in Oberessendorf einen eigenen Musikverein zu gründen wurde immer stärker und so entschlossen sich die damaligen aktiven Musiker im Jahre 1925 eine Musikkapelle aufzubauen, die ein Jahr später zur Vereinsgründung führte.

Die Männer der ersten Stunde:

Alois Gunst, Xaver Wohlhüter, Kaspar Wohlhüter, Hans Laub, Martin Wieland, Franz Buck, Anton Wieland und Franz Ambiel.

Eugen Sauter wurde zum I. Vorsitzenden gewählt und mit Anton Wieland als Dirigent und Ausbilder wurde bald darauf das erste öffentliche Konzert im Gasthaus “Hirsch” abgehalten.

Am 20. Juli 1930 wurde der Verein in seiner bisherigen Struktur geändert. Der Beitritt für passive Mitglieder wurde ermöglicht und Vereinsstatuten wurden erstellt. Der Verein wurde weiterhin von Eugen Sauter und Anton Wieland geführt.

Ab dieser Zeit bis zum Jahre 1932 wirkte die Musikkapelle ausschließlich bei kirchlichen Anlässen und Gemeindefeiern aktiv mit. Konzerte wurden abgehalten und Festumzüge bei den Nachbargemeinden besucht.

Mit dem Beginn des “tausendjährigen Reiches” im Jahre 1933 kam der Musikkapelle noch mehr Bedeutung zu. Feste und Feiern zum “Tag des deutschen Bauern”, “Tag der nationalen Arbeit”, “Sonnwendfeier” und bei Treffen der damaligen “Militär- und Kriegervereine” mußte so mancher heroische Marsch und manches völkische Lied gespielt werden.

Die Jahre der Harmonie und Kameradschaft innerhalb des Vereines verstrichen schnell. Die Kriegsangst zog am Horizont empor und so war es nicht verwunderlich, daß sich die Reihen der Musiker schnell lichteten. Viele junge Männer wurden zum Militärdienst und in den Krieg einberufen und allzuoft kam die Nachricht an das Elternhaus und die Dorfgemeinschaft, daß wieder ein junger Musikkamerad gefallen ist. Leidvoll erklang immer wieder das Lied “vom guten Kameraden”, das bei vielen Trauergottesdiensten für die Gefallenen gespielt wurde. Als der Krieg in seiner schlimmsten Weise ausbrach wurde der Verein mangels aktiver Musiker am 09. Juli 1939 aufgelöst.

Als 1945 das grauenhafte Drama zu Ende war, hatte der Verein die Hälfte seiner Musiker im Krieg verloren. Die Besatzungszeit wirkte sich auf den Verein sehr nachteilig aus. Das damalige Notenzimmer im Rathaus wurde kurzerhand von den Soldaten der Besatzungsmacht ausgeräumt und die Noten durch das Fenster auf die Straße geworfen. Hugo Kramer und Hans Laub starteten ein intensives Suchen nach diesen Notenblättern und verstauten diese in einem Bauernstadel um sie vor falschen Zugriffen zu schützen.

Im Jahre 1946 begann die Musikkapelle sich neu zu formieren. Nach und nach kehrten die ehemaligen Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft in ihre Heimatgemeinde zurück. Nachwuchs wurde von Hans Laub angesprochen um in die Musikkapelle einzutreten und so konnte mit der Ausbildung wieder begonnen werden.

Am 08. Dezember 1947 konnte unter der Leitung von Josef Müller die erste Generalversammlung nach dem Krieg abgehalten werden. Eine Vorstandschaft wurde gewählt und so begann die noch kleine Schar von Aktiven bei sämtlichen kirchlichen Anlässen mitzuwirken.

Der damalige Stadtkapellmeister Gerhard Becker aus Bad Waldsee konnte 1953 zum musikalischen Leiter verpflichtet werden. Er verstand es sehr schnell, junge und begabte Nachwuchsmusiker auszubilden und die Kapelle zu einer stattlichen Anzahl von über 25 Aktiven zu führen.

Aus beruflichen Gründen übergab Gerhard Becker im Jahre 1955 den Dirigentenstab an Fritz Felix aus Biberach. Fritz Felix war ein guter und erfahrener musikalischer Leiter, der durch seine intensive Probenarbeit die Musikkapelle zu erfogreichen Wertungsspielen in Mühlhausen (Unterstufe) und Ingoldingen (Mittelstufe) mit dem Ergebnis “Ersten Rang” führte. Die Beteiligung an den alljährlich stattfindenden Schützenfestumzügen in Biberach war ebenfalls der Verdienst von Fritz Felix.

Eine hartnäckige Krankheit zwang Fritz Felix sein Dirigentenamt im Jahre 1963 an den damals 24-jährigen Hans Laub zu übergeben. Sein ausgeprägter Sinn für Musik und Kameradschaft haben dafür gesorgt, daß der Verein innerhalb und außerhalb der Gemeinde einen sehr guten Ruf bekam.

Im Jahre 1964 gab es in der Vereinsführung einen Wechsel, Hans Laub sen. übergab nach über 20 Jahren den Vorsitz an seinen Sohn Hubert Laub. Durch seinen Fleiß und seine Tatkraft wuchs der Verein zu einem Klangkörper von über 50 Musiker heran. Die passiven Mitglieder wurden auf über 100 Personen aufgebaut.

Im Jahre 1971 wurde einen neue Vereinssatzung erstellt und die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Bad Waldsee folgte daraufhin. Gleichzeitig erhielt der Verein vom Finanzamt Biberach die Gemeinnützigkeitsanerkennung.

 

Ein großer Höhepunkt der Vereinsgeschichte war 1976 das 50-jährige Jubiläum mit einem großen Sternmarsch und einer 3-tägigen Zeltveranstaltung.

Nach 22 Jahren Verantwortung als erster Vorstand übergab Hubert Laub im Januar 1986 dieses Ehrenamt an seinen langjährigen Stellvertreter Gerhard Schust.

Ein würdevoller Höhepunkt war 1986 das 60-jährige Jubiläum des Musikvereins. Der Festgottesdienst mit Fahnenweihe ließ die Besucher in eine festliche Stimmung bringen und anschließend gings mit Marschmusik in die Festhalle zum gemütlichen Frühschoppen. Der musikalische Höhepunkt zum Jubiläum war das abendliche Gemeinschaftskonzert mit dem Musikverein Unteressendorf an dem ein anspruchsvolles Programm dargeboten wurde.

Beim 225-jährigen Jubiläum im Juni 1988 des Musikvereins Unteressendorf hatte der Musikverein Oberessendorf die Patenschaft über die Festtage übernommen. Mit viel Freude wurde das Festbankett, der Festgottesdienst, die Totenehrung und schließlich der Festumzug musikalisch mitgestaltet.

Ein bedeuteten Einschnitt in der 60-jährigen Geschichte hatte das ausscheiden von Hans Laub als musikalischer Leiter. 25 Jahre stand er verantwortungsvoll an der Spitze des Blasorchesters. Er führte den Verein von 1963 an mit 18 Aktiven bis 1988 mit 50 Aktiven in die Nähe der “Oberstufenreife”. Auch die Nachwuchsförderung betrieb er mit Fleiß, Sorgfalt und viel Geduld. Als Ausbilder für Klarinette und Saxophon brachte er jungen Menschen das musizieren bei. Für seine Verdienste wurde er an seinem Abschiedskonzert mit der “Dirigentennadel in Gold”, der “Musiker-Ehrennadel in Gold” und der “Bundesfördermedaille in gold” geehrt. Mit der Übergabe der Verleihungsurkunde wurde Hans Laub zum “Ehrendirigent” ernannt. Zum Nachfolger wurde Bernhard Schele aus Eglofs als erfahrener und strebsamer Dirigent verpflichtet.

Am 21.01.1990 übergab Gerhard Schust nach vierjähriger Tätigkeit als Vereinsvorsitzender das Ehrenamt an Manfred Gnann.

Im Dezember 1990 beim Gemeinschaftskonzert mit dem Musikverein Haidgau verabschiedete sich Bernhard Schele der den Verein in den 2 Jahren seiner Dirigententätigkeit prägte und musikalisch als auch kameradschaftlich unvergessen bleibt. Mit enormer Begeisterung hatte Gudrun Mau aus Kisslegg die Dirigententätigkeit als Nachfolgerin übernommen.

1996 konnte der Verein sein 70-jähriges Bestehen mit einem 3-tägigen Zeltfest feiern. Zu diesem Anlass hat der Verein eine neue Uniform angeschafft, die bei diesem Fest stolz präsentiert wurde.

Im Jahr 1999 übergab unsere Dirigentin Gudrun Mau den Dirigentenstab an Michael Laub. Unter neuer Leitung  bereitete sich der Verein auf das bevorstehende Jahreskonzert vor. Bei diesem Konzert wurde Hubert Laub zum Eherenvorstand ernannt.

2001 übergab Manfred Gnann, bei der alljährlich stattfindenden Generalversammlung, sein Ehrenamt als Vostand an Frank Kolb weiter. In diesem Jahr konnte der Verein sein 75. Bestehen mit einem 3-tägigen Zeltfest feiern.

2003 konnten wir Manfred Gnann wieder als 1. Vorstand begrüßen. Manfred Gnann blieb bis 2010 seinem Ehrenamt treu und hat den Verein mit sehr viel Engagement und Einsatz geführt. Begleitet wurde Manfred von Stephan Laub als 2. Vorsitzender, der dann auch das Amt des 1. Vorstandes übernahm und nun von Gerold Waibel unterstützt wird.

Beim Jahreskonzert im Jahr 2011 wurde Manfred Gnann zum Ehrenvorstand ernannt.

Bei der Generalversammlung im Jahr 2014 trat Gerold Waibel  als 2. Vorstand zurück und Fabian Domnowski übernahm das Amt.

Im Jahre 2015 erreichte die Musikkapelle beim Kreismusikfest in Bergatreute in der Oberstufe die Note hervorragend.

Aktuelle Termine

12.11.2017 Kurkonzert Bad Waldsee

26.11.2017 Volkstrauertag

10.12.2017 Jahreskonzert


 

 

 

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